Belehrung

Laß dich belehren!

Das klingt zunächst etwas seltsam, weil Du ja nun keinesfalls darauf aus bist, von den gegnerischen Positionen etwas zu übernehmen.

Aber, nein, so ist das natürlich nicht gemeint. Es läuft darauf hinaus, daß Du den Opponenten dazu bringst, Dir wissenschaftliche Methoden, Zusammenhänge, Grundlagen etc. zu erklären. Dann hat er wieder wertvolle Zeit und Geduld darauf verschwendet, die er nicht mehr in die inhaltliche Diskussion investieren kann.

Es empfiehlt sich, nicht einfach offen zu fragen, sondern einfach in die eigenen Ausführungen einen oder mehrere kleine Fehler einzubauen. Der Opponent wird schon ganz alleine darauf anspringen und die Gelegenheit nutzen, dich korrigieren zu können. Da du das aber sowieso schon wußtest, brauchst du dich nicht damit zu befassen und der einzige, der Zeit verloren hat, ist dein Gegenüber.

Dieses Vorgehen kann auch hervorragend über mehrere Verfeinerungen getrieben werden. Wenn er fertig ist mit Erklären, frag‘ einfach bei einem oder mehreren Details nochmal nach oder ziehe einfach Teile der Erklärung in Zweifel. Er wird deine „Fehler“ freudig aufnehmen und ebenfalls „korrigieren“, wieder und wieder. Du: ein, zwei kleine Fragen. Er: Fünf Bildschirmseiten. Anschließend geh nie wieder auf diesen Teilaspekt ein, all seine Arbeit war umsonst. Hauptziel erreicht!

Beispiel: Es kommt zur Sprache, der durchschnittliche IQ sei 100 und es gebe gleichviele Menschen, die darüber und darunter liegen. Das ist natürlich so, weil er genau so definiert ist. Aber frag einfach, warum. Dann wird ausführlich die Normalverteilung erklärt. Anschließend fragst du, was die Standardabweichung überhaupt ist. Und so weiter.


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